Es hätte eine Traum-Kombi sein sollen: Regisseur Sam Raimi, frisch vom „Evil Dead“-Überraschungserfolg. Und das Drehbuch von den Coen-Brüdern nach ihrem grandiosen Debüt mit „Blood Simple“. Doch „Crimewave“ blieb ein schwarzer Fleck in ihren Filmografien. Und eine Lehre, was Hollywood-Geld an Studioeinmischung mit sich bringt. Halb zitatreiche Film-noir-Hommage, halb „Tom & Jerry“ als Realfilm, fand „Crimewave“ nie die Balance zwischen Raimis Cartoon-Brachialkomik und der existenziellen Absurdität der Coens. Dennoch lohnt die Wiederentdeckung. Als Vorstudie späterer, gelungenerer Coen-Werke und wegen der überdrehten visuellen Einfälle. Die HD-Ausgabe präsentiert den Film so prächtig, wie’s ohne Wegretuschieren der B-Movie-Ästhetik möglich ist. Im Bonus-Material erzählen Beteiligte erfrischend freimütig, was damals schiefgelaufen ist. wil