Ihr legendärer Sänger Scott Weiland starb 2015 an einem Drogencocktail, sein Nachfolger Chester Bennington, der vorher bei Linkin Park wirkte, nahm sich zwei Jahre später das Leben – die Stone Temple Pilots haben schmerzvolle Erfahrung im Abschiednehmen. Auf ihrem ungewöhnlich leisen Album mit dem passenden Titel „Perdida“ (Abschied) verarbeiten sie die gesamte Gefühlspalette, die die Menschen bei einem Trauerfall durchleiden. Sänger Jeff Gutt steht den Brüdern Dean und Robert DeLeo zur Seite. Er verleiht den unplugged eingespielten Songs einerseits den typischen Pilots-Klang, andererseits macht er nicht den Fehler, nach einem seiner Vorgänger klingen zu wollen. Dieser eigene Dreh macht die CD trotz des traurigen Anlasses zu einem Lichtblick: Man hat es mit einer reinrassigen Stone-Temple-Pilots-Platte zu tun. So gibt es Hoffnung auf ein weiteres, wieder ordentlich verstärktes Album. cu