IN KÜRZE

Opernstars singen Wohnungs-„Werther“

von Redaktion

Das legendäre Glastonbury-Musikfestival in Großbritannien ist wegen der Coronavirus-Pandemie um ein Jahr verschoben worden. Das teilten die Veranstalter mit. Im Juni sollte das 50. Jubiläum des Festivals in der englischen Grafschaft Somerset gefeiert werden. Erwartet wurden Stars wie der Ex-Beatle Paul McCartney, Taylor Swift, Diana Ross und US-Rapper Kendrick Lamar. Das Festival war für 24. bis 28. Juni geplant. Gerechnet wurde mit 200 000 Besuchern. Wer bereits ein Ticket reserviert habe, erhalte die Chance, für nächstes Jahr eines zu kaufen.

Der Münchener Konzertverein setzt den August-Everding-Wettbewerb fort. In diesem Jahr wendet er sich an Saxophon-Quartette. Dazu wurden Musiker aller wichtigen europäischen Musikhochschulen eingeladen. Unter den Bewerbern werden maximal acht Semifinalisten ausgewählt, die am 12. November in München vor Publikum spielen sollen. Das Finale ist am 13. November in der Allerheiligen-Hofkirche. Der Sieger erhält 7000 Euro und einen Konzertauftritt in München. Der Zweite bekommt 5000, der Dritte 3000 Euro. Zusätzlich gibt es einen Publikumspreis in Höhe von 1000 Euro. Um die Teilnahme können sich Saxophon-Quartette bewerben, deren Durchschnittsalter nicht 29 Jahre überschreitet. Nähere Informationen dazu unter www.konzert-verein.de. Der Verein arbeitet nur mit privaten Spenden und hat den Schwerpunkt Hochbegabtenförderung in den Bereichen Klassik und Jazz.

Hauskonzerte von Musikstars verbreiten sich. Nachdem Pianist Igor Levit täglich um 19 Uhr seinen Wohnzimmer-Auftritt hat mit Ausnahme des gestrigen Livestreams aus dem Münchner Nationaltheater (wir berichteten), legten nun die Mezzosopranistin Joyce DiDonato und der Tenor Piotr Beczala nach. In New York traten sie vor die Kamera, um, begleitet von Klavier und Harfe, Ausschnitte aus der Oper „Werther“ von Massenet zu singen. „Wir lassen uns von dieser Pandemie nicht die Freude verderben, um Musik mit Euch zu teilen“, schrieben sie auf Facebook und Instagram. Die Aktion, die weiterhin im Netz zu sehen ist, hatte allerdings noch eine weitere Zielrichtung: Beide Sänger wollen damit Künstler unterstützen, deren Existenz bedroht ist angesichts der Corona-Krise mit ihren vielen Absagen. Dazu warben sie für die Spendenaktion „Artist Relief Tree“.

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