„Wie Schuppen von den Augen fallen“, „Einen Zahn zulegen“, „Einen Klotz am Bein haben“ – es gibt über 4000 deutsche Redensarten, in denen Körperteile eine Rolle spielen. In diesem Büchlein erklärt der Sprichwortexperte Rolf-Bernhard Essig deshalb vor allem Redewendungen, die einen besonders überraschenden Hintergrund haben. So ist bei dem Ausruf „Daumen hoch!“ beispielsweise gar nicht gesichert, dass er – wie oft zitiert wird –aus antiken Arenen stammt. Als Zeichen, dass der Gladiator sterben solle. Fest steht: Das Gesten-Kontrapaar „Daumen hoch/Daumen runter“ verdanken wir den Historienmalern des 19. Jahrhunderts, Regisseure von Sandalenfilmen machten beide Gesten dann unsterblich. Leider fehlt am Ende des Büchleins eine Auflistung aller beschriebenen Redensarten – so muss man beim Suchen manches Mal reichlich blättern. kjk