40 deutsche Festivals haben sich stellvertretend für viele weitere mit einem Forderungskatalog an die Bundesregierung gewandt. Die Politik dürfe nicht alle Kulturinstitutionen in einen Topf werfen, heißt es in dem Positionspapier. Klargestellt werden müssten die Begriffe „höhere Gewalt“ und „Großveranstaltung“, zudem solle rechtssicher das Andauern einer Pandemie definiert werden. „Mit frühzeitigen und langfristigen Verfügungen können wir besser arbeiten als mit einer anhaltenden Unsicherheit und nebulösen Allgemeinplätzen.“ Festivalmacher würden mit der Entscheidung zur Absage allein gelassen. In diesem Zusammenhang wird eine Gleichbehandlung der Kultur mit Sport, Religionsgemeinschaften und der Wirtschaft gefordert. „Strenge Hygiene- und Abstandsregeln können auch bei Kulturveranstaltungen umgesetzt werden“, so die Festivalverantwortlichen. „Kultur besteht nicht nur aus Großveranstaltungen. Es gibt ausreichend Repertoire für variable Besetzungen und viel Kreativität für alternative Formate.“ Damit könnten Verluste gemindert werden.