Stadt hintergangen?

von Redaktion

Eine Peinlichkeit bahnte sich gestern bei Münchens Museen an: Nicht nur im Kunstbau/Lenbachhaus hätte man erst ab 19. Mai die Kunst besuchen, insbesondere die indische Künstlerin Sheela Gowda entdecken dürfen. Die Ausstellung ist aber doch längst aufgebaut! Die Dauerpräsentation steht wie bei den anderen Häusern ohnehin. Nur die Villa Stuck muss die Arbeiten von Beate Passow und Margret Eicher frisch hängen. So der Stand gestern – bis zum Abend.

Dann eine Reaktion aus dem Münchner Kulturreferat, das aus der Schockstarre erwacht war. Man zeigte sich auf Nachfrage unserer Zeitung konsterniert und fühlte sich von staatlicher Seite hintergangen. Eine gemeinschaftliche Öffnung sei geplant gewesen. Schließlich erklärte das Kulturreferat offiziell: „Die staatlichen Museen hatten einen Informationsvorsprung bezüglich der staatlichen Verfügungen und konnten sich daher  bereits konkret auf die  Wiedereröffnung nächste Woche vorbereiten. Auch die städtischen Museen, die vom Ende der Schließungsverfügung heute Mittag (am 5.5., Anm. d. Red.) erfahren haben, werden alles daran setzen, zügig wiederzueröffnen.“

Keine zehn Minuten später kam die Information aus der Burgstraße, dass am 12. Mai „ein Großteil – wenn nicht gar alle – städtischen Museen zumindest mit einer Ausstellung an den Start gehen“. Offenbar hatten die Häuser einigermaßen handfest die Eröffnung konzipiert.  sida

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