Die Klänge dieses Films sind nahezu hypnotisch: das schwere Stapfen der Hufe, das Schnauben der Gäule, das Klirren des Geschirrs, das Knarzen des Leders. Die sanfte Bestimmtheit der Befehle, die Laute von Wald und Acker ringsum und nur ab und zu das Schnarren einer Kettensäge oder das Krachen eines stürzenden Baums. „Workhorse“ begegnet Menschen in Kanada, die Forst- und Landarbeit noch (oder wieder) mit Zugpferden statt Traktoren verrichten. Cliff Caines lässt sich auf ihren Rhythmus ein, überhöht mit Schwarz-Weiß-Bildern, die die große Leinwand verdient hätten. Alles ist durchwirkt von der Ahnung, dass man hier womöglich die Letzten ihrer Art sieht. Und doch so human und beruhigend, dass das Wett-Lastziehen fast wie ein Adrenalinschub kommt. Als Dokumentation über die Beziehung eines eigenen Menschenschlags zu Tieren quasi der Anti-„Tiger King“ (bis 24. Mai unter www.dokfest-muenchen.de). wil