von Redaktion

Lesenswert ((((;

Im Buch „Das Ende der Geschichte“ beschrieb US-Politikwissenschaftler Francis Fukuyama 1989 die Menschheitsgeschichte als einen einzigen Siegeszug der Demokratie. Wichtigster Aspekt sei aber nicht, wie Karl Marx noch dachte, die Macht der Wirtschaft als Triebfeder allen Handelns. Sondern das Bedürfnis jedes Einzelnen nach Würde. Mittlerweile hat sich vieles getan, vom Zerfall des Ostblocks bis hin zum gegenwärtigen Erstarken autoritärer Mächte. Die Lösung liegt für Fukuyama – früher ein provokanter Denker der Republikaner, mittlerweile eher versöhnlicher Demokrat – in einer Rückbesinnung auf die eigenen Grenzen. Eine klare nationale Identität als Antwort auf den bösen, in seinen Ausmaßen einschüchternden Multikulturalismus? Kleinstaaterei statt Globalisierung? Das kann auch nicht die Antwort sein. Fukuyamas intelligente Gedankenspiele sind aber dennoch wert, nachvollzogen zu werden.  ulf

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