von Redaktion

Hervorragend (((((

Antikriegsfilme haben oft einen bitteren Beigeschmack. Wenn die Macher patriotische Heldengeschichten erzählen – und übersehen, dass gerade Patriotismus ein Kriegstreiber ist. Sam Mendes’ Protagonisten in „1917“ sind keine Helden. Das macht der Regisseur schon mit der Wahl seiner Hauptdarsteller klar. George MacKay und Dean Charles Chapman, die die britischen Soldaten Schofield und Blake spielen, sind keine bekannten Stars. Es ist der 6. April 1917, der Erste Weltkrieg tobt. Die zwei Halbwüchsigen sollen ein anderes britisches Bataillon warnen. Denn: Die Deutschen planen einen Hinterhalt. Um die anderen zu erreichen, müssen sie durch ein vom Krieg gezeichnetes Niemandsland marschieren. Roger A. Deakins Kamera-Arbeit ist außergewöhnlich. Wie er scheinbar ohne jeden Schnitt um seine Protagonisten kreist, wie er die Weite des Schlachtfelds in den Blick nimmt, das macht uns die Einsamkeit der Individuen, die da in den Tod geschickt werden, deutlich. Diese Bilder bleiben im Kopf. kjk

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