1969 spürte Hollywood den Hauch einer neuen Zeit, wusste aber nicht recht, wie reagieren. „Grüne Augen in der Nacht“ ist ein grandios absonderlicher Film. Als Gerüst dient ein altmodischer Thriller über ein mörderisches Paar, das ans Erbe der Tante möchte. Drangeflanscht: Horror um die krankhafte Angst vor Katzen, eine unmotiviert-modische Hippie-Sequenz und diverse Hitchcock-Echos von seinem Haus-Studio Universal. Unter anderem gab „Psycho“-Drehbuchautor Joseph Stefano der Mär von Furcht vor Muschis stark freudianische Töne. Die TV-Veteranen-Hauptdarsteller Michael Sarrazin (faszinierend zwischen Charme und Wahn) und Regisseur David Lowell Rich genießen den raren Ausflug auf die große Leinwand und die Lizenz, mit eindeutigen Zweideutigkeiten zu spielen. Mittendrin als „Monster“ eine Horde echter Katzen – wie ein Bild Hollywoods damals: hungrig und verwirrt. wil