von Redaktion

Lesenswert ((((;

Er war einer der Götter des Jugendstils: Alfons Mucha (1860-1939). In der Reihe „Junge Kunst“, die viel zu wenige Frauen vorstellt, ist ihm das 33. Bändchen gewidmet. Sie alle sind schön, fast bibliophil gemacht und bieten trotz Kürze und vielen Bildern einen guten Einblick in Leben und Werk. Wilfried Rogasch erzählt von einem armen Buben aus Mähren, der in Paris zum Star und Top-Verdiener aufstieg: weil er den Jugendstil in einer eleganten Üppigkeit aufblühen ließ, die bis heute frappant ist, und weil er im Grafikdesign für Werbung gewagte Akzente setzte. Spannend ist die anschließende Hinwendung Muchas zum Symbolismus, der aus einer Mischung aus tschechischem Patriotismus und panslawischer Sehnsucht entsprang. Der Künstler mit dem großen Herzen erlebte aber nicht nur Kriege und hoffnungsvolle Anfänge, sondern auch den NS-Terror – der ihn das Leben kostete.  sida

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