von Redaktion

Hörenswert ((((;

Seltsam beglückt und auch etwas bange entließ einen Mt. Joys selbstbetiteltes Debütalbum Ende 2018. Da hatten es diese fünf Highschool-Freunde aus Los Angeles doch glatt geschafft, aufkommenden Hipster-Verdacht zu zerstreuen. Zwar bedienten sich Matt Quinn, Sam Cooper, Sotiris Eliopoulos, Michael Byrnes und Jackie Miclau stellenweise desselben Vokabulars, das Mumford & Sons oder die Lumineers schon zu Tode dekliniert hatten. Dennoch gewannen sie dem bekannten Mix aus Indie und Folkrock neue Seiten ab. Die Frage war, ob sie das Versprechen, das sie mit dem Album gaben, auch halten können. Können sie! Mehr noch: Der Nachfolger ist grundanständiges Americana-Songwriting mit Soul- und Folk-Wurzeln, das mit Indie-Zutaten zeitgenössisch aufbereitet wurde. Alles aufregend neu und doch seltsam vertraut. Mehr noch als das Debüt fasziniert diese Platte mit jedem Mal Hören aufs Neue.  cu

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