von Redaktion

Hervorragend (((((

Warum Franz Schubert die Symphonie beiseite legte, obwohl er sie vollständig erdachte, aber nie zu Ende instrumentierte, ist unklar. Das Opus gilt als Scharnierwerk zwischen der „Unvollendeten“ und der großen C-Dur-Symphonie. Kevin John Edusei führt vor, warum das inzwischen als Nummer sieben geführte Opus dringend in den Konzertsaal gehört. Die Ergänzungen von Brian Newbould nähern sich behutsam dem mutmaßlichen Original. Der imposante strukturelle Aufriss, die Kühnheit des Entwurfs, die eigentümlichen Instrumental-Mixturen, die Balance zwischen intimer Melancholie und symphonischem Nachdruck, all das macht Edusei mit den Münchner Symphonikern hörbar. Dazu passt, dass dieses Orchester nie verfettet klingt. Das Skelettierte, Offene, Wendige, Ungeschönte passt auch zur Wiedergabe der dritten Symphonie. Ein weiteres starkes Kapitel dieses Münchner Schubert-Zyklus.  th

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