Abschied von einer Ikone

von Redaktion

Hollywood trauert um Olivia de Havilland, die letzte Legende aus der goldenen Ära der Traumfabrik

Nach dem Tod von Olivia de Havilland trauert die Filmbranche um die Schauspielerin. „Sie wusste, wie man lebt und wurde von allen geliebt“, würdigte sie ihre Kollegin Mia Farrow auf Twitter. „In Filmen war sie einfach wunderbar und eine unvergessliche Melanie in ,Vom Winde verweht‘.“ Schauspieler und Oscar-Gewinner Jared Leto schrieb: „Olivia hat mein Leben stark beeinflusst, und ich hatte das Vergnügen, einige Zeit mit ihr in Paris zu verbringen.“ Leto beschrieb ihre Briefe an ihn als „liebevoll und aufmerksam“. Der spanische Schauspieler Antonio Banderas bezeichnete die Oscar-Gewinnerin als „große Ikone“.

Die Filmlegende starb am Sonntag in Paris mit 104 Jahren. Bekannt war De Havilland für ihre Rolle als Melanie Hamilton in „Vom Winde verweht“ (1939). Frankreichs Kulturministerin Roselyne Bachelot erinnerte daran, dass de Havilland 1965 die erste Frau gewesen sei, die die Jury des berühmten Filmfestivals von Cannes geleitet habe. Die Künstlerin sei eine charakterstarke Frau gewesen, hob Bachelot hervor. In den Dreißiger- und Vierzigerjahren habe sie sich Filmstudios widersetzt und sei sogar rechtlich gegen diese vorgegangen, erinnerte Bachelot. Dies habe dazu beigetragen, die Rechte von Schauspielerinnen und Schauspielern zu stärken. De Havilland habe als eine „der letzten lebenden Legenden von Hollywoods Glanzzeit“ gegolten, unterstrich die Kulturpolitikerin.

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