IN KÜRZE

von Redaktion

Mit einer Veranstaltung im Club Indra gedenkt Hamburg des ersten Konzerts der Beatles in der Hansestadt am 17. August 1960. Expertin Stefanie Hempel werde am Jubiläumstag ab 21 Uhr mit ihrer Band ein Rock’n’Roll-Konzert auf die Bühne bringen – mit dem rekonstruierten Original-Set der Beatles vom August 1960 über die späteren Hits bis hin zu den legendären Songs. Der Abend wird per Livestream online übertragen, sodass Fans in aller Welt daran teilhaben können. Für Gastauftritte sind unter anderem das Kaiser Quartett, Cäthe, Bernd Begemann, Jessy Martens, Billy King, Jimmy Cornett und Michèl von Wussow dabei. Zuvor feiert um 20 Uhr auch die Elbphilharmonie das Jubiläum. Live aus dem Großen Saal streamt das Konzerthaus die Premiere einer Hommage an die Beatles, die Jazz-Pianistin Julia Hülsmann für diesen Anlass arrangiert hat und gemeinsam mit Nils Wogram (Posaune) und Christopher Dell (Vibraphon) interpretiert. Die Fab Four waren im Indra ihr erstes Engagement unter dem Namen The Beatles eingegangen und spielten klassischen Rock’n’Roll, den sie von anderen Musikern übernahmen. In den zwei Jahren und viereinhalb Monaten von August 1960 bis Dezember 1962 spielte die Band 1200 Stunden auf Hamburger Bühnen, bei 281 Konzerten und fünf Engagements in vier verschiedenen Clubs. Ein Jahr später begann ihre Weltkarriere.

Das Museum Hegel-Haus in Stuttgart wird am 250. Geburtstag des Philosophen am 27. August wiedereröffnet. Die neue Dauerausstellung widmet sich dem Leben und Werk von Georg Wilhelm Friedrich Hegel, der 1770 in dem Haus zur Welt kam und 1831 in Berlin starb. Hegels Gedankenwelt sei zwar schwer zugänglich, seine Wirkungsgeschichte aber enorm, sagte Museumsleiterin Christiane Sutter. Er war einer der Hauptvertreter des Deutschen Idealismus. Sein Schüler Karl Marx machte ihn zum Kronzeugen des historischen Materialismus und Kommunismus. Eigentlich sollte Hegel Pfarrer werden. Seine Studienjahre verbrachte er in der evangelischen Kaderschmiede Württembergs, dem Tübinger Stift. Dort teilte er sich ein Zimmer mit dem Dichter Friedrich Hölderlin und dem Philosophen Friedrich Wilhelm Joseph Schelling. Als Professor und später auch Rektor der Berliner Universität hatte Hegel die klügsten Köpfe unter seinen Zuhörern, Bekannten und Freunden, auch Goethe. Sein Wirkungskreis war sehr groß, aber ebenso die Zahl seiner Kritiker. Sein Geburtshaus wurde Ende des 16. Jahrhunderts erbaut und gehört nach Angaben der Stadt zu den ältesten unversehrten Häusern Stuttgarts. In den vergangenen Monaten war es wegen Umbaus geschlossen. Die Sanierung kostete rund 900 000 Euro. Nach der Eröffnungsfeier sind zwei Festwochen geplant. Coronabedingt können in den nächsten Monaten immer nur neun Besucher gleichzeitig im Museum sein. Der Eintritt ist kostenlos.

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