von Redaktion

Hervorragend (((((

Es braucht wohl solch einen hoffnungsvollen Zyniker, um den Unterschied zwischen Propaganda und Kunst zu machen. Billy Wilders zweite Hollywood-Regiearbeit war 1943 freilich bewusste Unterstützung im Kampf gegen die Nazis. „Fünf Gräber bis Kairo“ (auf Tarantinos ewiger Bestenliste; neu in HD) strickte um Schlagzeilen vom Nordafrika-Feldzug eine Theaterfantasie vom britischen Soldaten (Franchot Tone), der sich in halbverlassener Wüstenabsteige als Kellner ausgibt, um Kriegsgeheimnisse auszuspionieren. Bevor Wilder sich als Komödienmeister etablierte, war er ein urgewitzter, erzfilmischer Erzähler. Sah in allen Menschen das Fehlbare, in allem Fehlen das Menschliche. Die Attraktion ist Erich von Stroheim in seinem Paradeauftritt als Rommel. Das Herz des Films aber ist Anne Baxters Wandlung von der Opportunistin zur Märtyrerin.  wil

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