Es gibt Platten, die einen schon nach wenigen Minuten in den Bann ziehen, einen mit Haut und Haaren einfangen und erst, nachdem der letzte Song längst verklungen ist, wieder in die Realität entlassen – gemächlich, als müsste sich erst ein bildgewaltiger Traum verziehen. Joshua Hyslops viertes Album „Ash & Stone“ darf sich zu diesen Ausnahmealben zählen. Der grundsympathische Sänger, Gitarrist und Songwriter aus Vancouver, Kanada, legt nach drei Alben und zwei EPs sein bislang bestes Werk vor, wobei es wirklich eine Aufgabe war, dem großartigen „In deepest Blue“ (2015) noch eines draufzusetzen. Zu hören gibt es erst einmal opulentere Arrangements mit Schlagzeug, Bass, Bläsern und Pedal-Steel, die Hyslops behutsame, aber intensive Gitarrenarbeit perfekt bereichern. Sie stehen den Indie-Folk-Perlen hervorragend und machen sie zu gefühlvollen Mini-Opern, in denen man sich wieder und wieder verlieren möchte. cu