Kurz vor dem Start des Münchner Galeriewochenendes „Open Art“ (11. bis 13. September), mit dem traditionell die neue Ausstellungssaison eingeläutet wird, beginnt morgen „Various Others“. Dabei geht es auch um Kunst, Präsentationen und Galerien. Aber man setzt demonstrativ auf Vernetzung: sowohl, was die Beziehungen zu den großen Münchner Häusern wie der Pinakothek der Moderne oder dem Haus der Kunst, als auch, was die Beziehungen zu nationalen und internationalen Partnern betrifft. Deswegen sind einige Münchner Galerien Gastgeber für Kollegen aus nah und fern. So beherbergt zum Beispiel Nir Altman, Alpenstraße 12, die Pariser Sultana-Galerie und das Berliner Peres-Projekt, Sabine Knust, Ludwigstraße 7, Pace Prints aus New York oder Jahn und Jahn die Londoner Thomas Dane Gallery. Die Galerien selbst eröffnen am 11. September, das „Various Others“-Programm aber im Museum Brandhorst morgen um 19 Uhr – anlässlich der Ausstellungseröffnung „Lucy McKenzie: Prime Suspect“. Lauschiger dürfte es am 10. September beim Feiern in der Bar im Hofgarten am Kunstverein werden (ab 18 Uhr). Wer diese Woche keine Zeit zum Besuch hat, muss sich nicht sorgen, denn die Expositionen in den Galerien laufen mindestens einen Monat. Alle Informationen zu den Galerien und dem Zusatzprogramm, das bis 10. Oktober angeboten wird, unter: variousothers.com. sida
Frankreich unterstützt seine Museen, Denkmäler und Kathedralen in der Corona-Pandemie mit 614 Millionen Euro Direkthilfe. Davon soll mehr als die Hälfte dem Louvre, Versailles, dem Orsay-Museum und dem Centre Pompidou zugutekommen. Wie Kulturministerin Roselyne Bachelot erklärte, will man es diesen großen staatlichen Einrichtungen, die den internationalen Ruf Frankreichs stärken, ermöglichen, den Rückgang der Besucherzahlen von bis zu 80 Prozent zu kompensieren.
Regina King hat ihr Regiedebüt über einen wichtigen Tag im Leben des Boxers Cassius Clay beim Filmfestival Venedig gezeigt. „One Night in Miami“ erzählt von dem Abend, an dem der junge Sportler 1964 Weltmeister im Schwergewicht wurde. King, die als Schauspielerin mit Werken wie „If Beale Street could talk“ bekannt wurde, erzählt aber auch von der Bürgerrechtsbewegung in den USA. „Dieser Film ist ein Liebesbrief an die Erfahrungen des schwarzen Mannes in Amerika“, erklärte die 49-Jährige. „Wie die jüngsten Morde an George Floyd und Breonna Taylor gezeigt haben, ist unser Kampf um Gleichberechtigung leider noch lange nicht vorbei“, sagte King. „Wir brauchen einander mehr denn je, unsere Stimmen sind zu einer vereint, unmöglich zu ignorieren und laut genug, um endlich gehört zu werden.“ „One Night in Miami“ läuft bei den Festspielen außer Konkurrenz.