Frauen, People of Colour, Homosexuelle und Menschen, die sexuelle Gewalt anprangern: Sie prägen die erstaunlich ehrliche, engagierte, drastische und manchmal erfrischend komische britische Serie „I may destroy You“ auf Sky. Geschrieben wurde der Zwölfteiler von Autorin und Schauspielerin Michaela Coel auf Basis eigener Erlebnisse. Sie übernimmt auch die Hauptrolle der Arabella. Die lebt in London, hat viele Freunde, ist Schriftstellerin und genießt das Feiern ebenso wie die Drogen. Nach einer Partynacht hat sie immer wieder Flashbacks – und muss schließlich erkennen, dass sie von einem Unbekannten vergewaltig wurde. Sie erstattet Anzeige und kämpft sich zurück ins Leben. Die Produktion entzieht sich auf angenehme Weise dem reißerischen Spannungsaufbau und dem oft hinter Gewalt versteckten Biedermeier vieler Erfolgsserien. „I may destroy You“ ist progressiv, reflektiert und gewagt. Dazu kommen eine tolle Optik und ein handverlesener Soundtrack. hil