IN KÜRZE

Erinnerung an Cato Bontjes van Beek Mittermeier hofft auf Freiluft-Auftritte Filmakademie schließt Roman Polanski aus Deutsches Theater zeigt Premiere online

von Redaktion

Sie war nicht mal 23 Jahre alt, als sie am 5. August 1943 in Berlin-Plötzensee hingerichtet wurde: Cato Bontjes van Beek zahlte ihren Kampf gegen die Nationalsozialisten mit dem Leben. Die junge Frau, Mitglied der Widerstandsgruppe „Rote Kapelle“, hatte wie die Münchnerin Sophie Scholl von der „Weißen Rose“ Flugblätter gegen die Nazis verfasst und verteilt. Zu ihrem 100. Geburtstag morgen erinnern eine Radiosendung und ein Film an das Leben von Cato Bontjes van Beek. In dem 80-minütigen Musikfilm „Cato“, der ab 19 Uhr auf Youtube zu sehen ist, hat der Komponist Helge Burggrabe Stücke diverser Epochen und Neuvertonungen von Texten zusammengestellt, die Cato viel bedeuteten. Die Schauspielerin Julia Jentsch, die im Kino Sophie Scholl spielte, liest aus Briefen von Bontjes van Beek vor. Am selben Abend strahlt der Deutschlandfunk um 23 Uhr die Sendung „Leben will ich, leben, leben“ des Cato-Biografen Hermann Vinke aus.

Nach dem vorläufigen Aus von Großveranstaltungen rechnet Komiker Michael Mittermeier mit vielen kleinen Open Airs im nächsten Sommer. „Das haben viele gar nicht so mitgekriegt, aber regional sind in ganz Deutschland überall viele kleine Open-Air-Konzertreihen und Festivals entstanden. Ich hab’ auf einigen gespielt. Da waren dann nur 200 Leute“, sagte der 54-Jährige dem „Mannheimer Morgen“. „Und das wird nächstes Jahr wahrscheinlich die Haupteinnahmequelle für viele Veranstalter sein.“ Den Frühling hat Mittermeier abgeschrieben. „Das Frühjahr können wir vergessen. Es werden keine Touren stattfinden, nicht in der Form, in der Veranstalter und Künstler anständig Geld verdienen können.“

Die französische Filmakademie César hat Roman Polanski ausgeschlossen. Damit reagierte sie auf eine monatelange Auseinandersetzung um den 87-jährigen Filmemacher. Zugleich müssen auch andere „membres de droit“ (etwa: Mitglieder von Amts wegen) die Akademie verlassen. Insgesamt wurden 18 Personen ausgeschlossen, darunter die Regisseure Costa-Gavras („Der Stellvertreter“), Régis Wargnier („Indochine“) und Thomas Langmann („The Artist“). Wegen Vergewaltigungsvorwürfen gegen Polanski waren zuletzt die Forderungen nach dessen Ausschluss lauter geworden.

Das Deutsche Theater in Berlin plant seine nächste Premiere. Sebastian Hartmanns Inszenierung von „Der Zauberberg“ nach Thomas Mann soll am 20. November online im Livestream gezeigt werden. „Die Vorstellung findet auf der Bühne des Deutschen Theaters statt – ohne Publikum, aber mit mehreren Kameras“, teilte das Haus mit. Damit zeigt das Theater erstmals eine Inszenierung kostenlos online, bevor sie im Saal zu sehen ist.

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