Die Mozartwoche 2021 in Salzburg soll trotz Corona mit reduziertem Programm stattfinden – eröffnen will das Festival mit einer kleinen musikalischen Sensation: Ein bisher unbekanntes Stück von Mozart wird zu dessen 265. Geburtstag erstmals der Öffentlichkeit vorgestellt, wie die Stiftung Mozarteum ankündigte. Die „94 Sekunden neuer Mozart“ sind das Allegro in D-Dur KV 626b/16, ein dreiteiliges Klavierstück, das Robert Levin aufführen soll. Die aus Privatbesitz von der Stiftung erworbene Mozart-Handschrift sei verifiziert worden, hieß es. Die Musik habe der Komponist wahrscheinlich mit 17 Jahren Anfang 1773 am Ende seiner dritten Italienreise oder direkt nach der Rückkehr nach Salzburg eigenhändig aufgeschrieben.
Der musikalische Schwerpunkt des elftägigen Festivals liegt zudem auf Mozarts Werken in Moll. Ausfallen müssen jedoch die szenischen Produktionen. Der größte Teil des Programms bleibt: Die Wiener Philharmoniker mit Daniel Barenboim zeigen ihren Zyklus der Symphonien und Klavierkonzerte. Mit Martha Argerich gibt Barenboim zudem ein Klavierkonzert zu vier Händen. Wegen der coronabedingt verringerten Platzzahlen werden viele Künstler ihre Konzerte zweimal spielen. So bietet das Festival noch immer 58 Veranstaltungen vom 21. bis zum 31. Januar. dpa