Es gibt immer gute Gründe, sich ein Album auf Vinyl zuzulegen. In diesem Fall spricht vieles dafür: Das Objekt an sich ist ein Kunstwerk. Es wurde von Matthew Halsalls Bruder Daniel gestaltet, der griffiger Karton-Haptik ein reduziertes, warm glänzendes Goldlack-Emblem gegenüberstellt. Im Mittelpunkt: die Sonne, ein Kreis, der sich sowohl auf dem Cover, auf den LP-Hüllen und, dezentral positioniert, auf den Labels findet. Wenn sich die Platte dreht, geht die Sonne im Kreislauf auf und unter. Diese Liebe zum Detail offenbart sich auch beim Klang der beiden durchsichtigen Scheiben. Sie wurden im Half-Speed-Master-Verfahren produziert, das eine hohe Klang-Auflösung ermöglicht. Das Ergebnis überwältigt: Halsalls sieben Meditationen über die Natur – umgesetzt mit Harfe, Klavier, Querflöte, Saxofon, Kontrabass, Schlagzeug, Kalimba, Marimba und natürlich der Trompete des Meisters selbst – sind pure, klanggewordene Schönheit. cu