Schade, dass Gerhard Loibelsberger Wiener und kein Münchner ist. Mit welch Präzision, Leichtigkeit, Witz und Ernst zugleich der Autor einmal mehr den Leser mitnimmt ins alte Wien, ist formidabel. Wie schon bei der historischen Kriminalromanserie um Inspektor Nechyba gelingt es ihm auch in „Alles Geld der Welt“, dass man um jeden Preis der Welt wissen möchte, wie es mit den Haupt- und Nebencharakteren sowie den ineinander verwobenen Geschichten weitergeht. Das Buch ist ein leidenschaftlicher Wirtschaftskrimi um das Bankhaus Strauch inmitten des Booms der Wiener Gründerzeit bis zum Börsenkrach 1873. Mit Spekulanten und Träumern, mit Blicken hinter die Kulissen der Weltausstellung, hinter die Machenschaften der honorigen Damen und Herren sowie hinter das Glück und das Leid der einfachen Leute. rm