Corona, Nawalny – die Berliner Charité stand zuletzt häufig im Zentrum der Aufmerksamkeit. Jetzt rückt die dritte Staffel der TV-Serie erneut die historische Bedeutung des ältesten Krankenhauses der Hauptstadt in den Vordergrund. Von der NS-Zeit der zweiten Staffel macht die dritte nun einen Zeitsprung in den Sommer 1961 und zum Mauerbau. Christine Hartmann geht souverän mit der Fülle an Fakten und Figuren um, hat zudem auch die Stars im Ensemble (etwa Philipp Hochmair und Uwe Ochsenknecht) gut im Griff. Ansonsten wurde an dem Erfolgsprinzip der starken Frauen nichts verändert. Die Serienheldinnen sind diesmal eine junge Onkologin (Nina Gummich) und Ingeborg Rapoport (Nina Kunzendorf), legendäre Kinderärztin der DDR. Deren Plädoyer fürs Impfen hat inzwischen eine ganz neue Aktualität gewonnen. ulf