Ein Seismograph

von Redaktion

Bayerischer Kabarettpreis für Django Asül

Im Jahr 2000 war er „Senkrechtstarter“, seitdem ging es für Django Asül nur (weiter) nach oben. Heuer erhält der niederbayerische Kabarettist mit türkischen Wurzeln nun den Hauptpreis des Bayerischen Kabarettpreises. Das teilten der Bayerische Rundfunk (BR) und das Münchner Lustspielhaus gestern mit. Der 48-Jährige (Foto: Babirad) „fungiert als humoristischer Seismograph für die politischen Erschütterungen in Bayern“, so die Jury. So mancher Politiker, dessen undurchsichtige Beweggründe für sein politisches Handeln Django Asül derblecke, „kann ein Lied davon singen“.

Der gebürtige Deggendorfer wurde Ende der Neunzigerjahre einem größeren Publikum bekannt, sein jüngstes Programm trägt den Titel „Offenes Visier“. Im Jahr 2007 hielt Asül die Fastenpredigt auf dem Münchner Nockherberg, seit 2008 tritt er alljährlich beim Maibockanstich im Hofbräuhaus auf.

Der Ehrenpreis geht in diesem Jahr an Wilfried Schmickler, langjähriger Gastgeber der Kabarettsendung „Mitternachtsspitzen“ im WDR Fernsehen. Den Musikpreis erhält das Duo Suchtpotenzial alias Ariane Müller und Julia Gamez Martin, als „Senkrechtstarterin“ wird heuer Eva Karl Faltermeier ausgezeichnet. „Ob aus Niederbayern oder der Oberpfalz, ob aus dem Rheinland, dem Schwäbischen oder Berlin, die diesjährigen Preisträgerinnen und Preisträger eint vor allem eines – ihre Leidenschaft und ihre Virtuosität in dem, was sie tun“, so BR Kulturdirektor Reinhard Scolik.

Die Preisverleihung findet voraussichtlich am Montag, 8. November, im Lustspielhaus statt und wird voraussichtlich am Donnerstag, 11. November, im BR Fernsehen ausgestrahlt. Luise Kinseher führt durch den Abend. RUDOLF OGIERMANN

Artikel 7 von 9