IN KÜRZE

Krisenstab zur Laienmusik Gärtnerplatz will Spielbetrieb starten Erfolgreichster Song 2020 war „Roller“ Riccardo Chailly bleibt an der Scala

von Redaktion

Wie geht es weiter mit der Laienmusik in Bayern? Dazu tagte am gestrigen Dienstag eine Task Force, an der Vertreter des Kunstministeriums, des Gesundheitsministeriums, des Musikrats und der Ludwig-Maximilians-Universität (LMU) teilnahmen. Wie in unserer Wochenendausgabe berichtet, gibt es neue Aerosol-Untersuchungen, die von der LMU und der Uniklinik Erlangen zusammen mit dem Bayerischen Rundfunk vorgenommen wurden. Demnach sind Singen und Spielen auch für Laien unter Wahrung bestimmter Abstände und eventuell mit Maske weitgehend unbedenklich. Die Ergebnisse wurden auch seitens der Politik registriert; nun kommt offenkundig Bewegung in die Sache.  th

Das Münchner Gärtnerplatztheater will am 26. März seinen Spielbetrieb vor Live-Publikum starten – vorausgesetzt, die Inzidenzzahlen, das Kreisverwaltungsreferat und die politischen Entscheidungsträger lassen das zu. Erste Vorstellung wäre am Freitag in einer Woche die Premiere von Gian Carlo Menottis Kammeroper „Das Medium“ auf der Studiobühne, Maximilian Berling inszeniert. Nächste Premiere ist am 31. März das Musical „Non(n)sense“ von Dan Goggin im großen Haus. Intendant Josef E. Köpplinger führt Regie. Das Stück ist eine Art abgedrehter Vorläufer von „Sister Act“. Ende April soll die für vergangenes Jahr geplante Uraufführung von „Schuberts Reise nach Atzenbrugg“ herauskommen, Komponistin ist Johanna Doderer. Darüber hinaus plant das Theater die Wiederaufnahmen von Rossinis „La Cenerentola“, des Balletts „La Strada“, des semikonzertanten Abends „Primadonnen“ und des Konzerts „Straus, Strauss & Co.“ Vorverkaufsstart für alle Termine ist der kommende Montag, 22. März. 212 Zuschauerinnen und Zuschauer dürfen ins Theater, 45 in die Studiobühne. Voraussetzung ist immer ein tagesaktueller Schnelltest. Wie Letzteres gehandhabt wird, will das Haus noch bekannt geben.

Der Song „Roller“ des Rappers Apache 207 wird beim Deutschen Musikautorenpreis zum zweiten Mal in Folge als „Erfolgreichstes Werk des vergangenen Jahres“ gewürdigt. Nach 2019 habe das Lied auch 2020 die Charts dominiert, berichtete die Rechteverwertungsgesellschaft Gema in München. „Roller“ kam laut Mitteilung auf 113 Millionen Abrufe bei Youtube, auf Plattformen für Musik-Streaming waren es rund 275 Millionen. Auch im Radio finde der Song viele Hörer. Der erfolgreichste Titel wird unter anderem auf Grundlage der Musik-Streams und der Verkaufszahlen ermittelt.

Der Dirigent Riccardo Chailly hat seinen Vertrag als Musikdirektor der Mailänder Scala bis 2025 verlängert. Den Posten hat er seit 2015 inne, sein Scala-Debüt gab er bereits 1978.

Artikel 6 von 11