Einen passenden Bandnamen hat diese Roots-Rock-Band gewählt: Ihr bluesbetankter Rock schiebt schwer voran und genießt sich doch süffig und leicht. Er fußt tief in den Sechziger- und Siebzigerjahren, ist klar und deutlich vom Werk von den Bands The Free, Cream, Black Sabbath oder Led Zeppelin inspiriert und erinnert –
natürlich hauptsächlich wegen der festen und voluminösen Stimme von Frontfrau Lisa Lystam – auch an Fleetwood Mac oder Jefferson Airplane. Für den Nachfolger ihres gefeierten Debüts „Débris & Rubble“ (2019) pegelten die vier Schweden von Heavy Feather den Bluesrock ein wenig raus und schoben dafür den Härtegrad rauf. Der Geist der Swinging Sixties bleibt dabei im Blick, und so erhält ein bewährtes Thema einen reizvollen Drall. Wenngleich manches Zitat ein wenig ausartet – der Eröffnungssong „30 Days“ ist schon ein sehr tiefer Kniefall vor The Humble Pies’ „30 Days in the Hole“ – ist „Mountain of Sugar“ doch eine großartige Platte, die nur einen Haken hat: Es gibt sie (noch) nicht auf Vinyl. cu