In Österreich gibt es Irritationen um eine vorgezogene Corona-Impfung für die Wiener Philharmoniker. Nach Medienberichten bekamen 95 Mitglieder des 148-köpfigen Ensembles eine erste Biontech-Dosis. Dies sei notwendig gewesen, so teilte die Stadt Wien mit, um das Orchester spielfähig zu halten. Unter anderem steht den Philharmonikern das Sommernachtskonzert in Wien und ein Scala-Gastspiel mit Riccardo Muti bevor. Bis dahin müssen die Musikerinnen und Musiker laut Philharmoniker die erforderlichen zwei Dosen erhalten haben, sonst drohten „hohe Pönalstrafen“. Diese Aufweichung der Impfreihung sorgt für heftige Kritik. Als „Schlag ins Gesicht“ aller anderen Künstlerinnen und Künstler bezeichnete etwa die IG Freie Theaterarbeit den Vorgang, wie der ORF berichtet. Die Stadt Wien zeige damit, „dass sie Menschen – und Kunst – in mehreren Klassen denkt und unterstützt“. Auf diese Weise entstehe „eine Neiddebatte, die gerade zu dieser Zeit äußerst kontraproduktiv ist“. Das andere Orchester der Stadt ist auf Distanz gegangen: „Wir machen in unserer Kunst keinen Unterschied zwischen den Menschen. Auch deshalb lehnen die Wiener Symphoniker eine Bevorzugung des vorgegebenen Impfprozesses ab und haben sich auch nie darum bemüht.“
In der Münchner Musikhochschule fand der Wettbewerb um den Kulturkreis Gasteig Musikpreis seinen Abschluss. Er wird getragen vom Kulturkreis Gasteig, der Kreissparkasse München-Starnberg-Ebersberg und der Münchner Musikhochschule. Heuer maß sich der Nachwuchs in den Fächern Historische Aufführungspraxis, Orgel sowie Opern- und Konzertgesang. In ersterer Sparte gingen der erste Preis an Sophia Schambeck (Blockflöte) sowie ein Sonderpreis an Sophia Stiehler (Barockvioline). Riccardo Ricci und Giovanni Michelini teilen sich im Fach Orgel den ersten Preis, die Sopranistinnen Julia Duscher und Susanne Kapfer den zweiten bei Konzert- und Operngesang.