IN KÜRZE

Volkstheater spielt ab Freitag Gärtnerplatz sucht „Barbier“-Statisten Serbische Orden an Handke übergeben Berlins Theatertreffen wieder nur online

von Redaktion

Auch wenn es heißt „Die letzten Wochen in der Brienner Straße“ – das Münchner Volkstheater nimmt seinen Spielbetrieb erneut auf: Ab 14. Mai geht die Corona-geschrumpfte Spielzeit los, am 20. Juni endet sie, denn das Theater zieht an seinen neuen Standort im Schlachthofviertel. Zuvor haben im alten Haus Werner Schwabs Stück „Übergewicht, unwichtig: Unform“ in der Regie von Abdullah Karaca (20. Mai) und William Shakespeares „Macbeth“ in der Inszenierung von Philipp Arnold (28. Mai.) Premiere. Morgen steht der Spielplan, und ab 11 Uhr beginnt der Vorverkauf.

Das Münchner Gärtnerplatztheater bringt am 8. Juli die Oper „Der Barbier von Sevilla“ von Gioachino Rossini in der Regie von Intendant Josef Köpplinger heraus. Für das Werk werden unterschiedliche Statisten gesucht; das Theater hat genaue Wünsche: „eine korpulente Dame im Alter von 30 bis 45 Jahren; eine kleine korpulente Dame im Alter von 20 bis 35 Jahren; einen korpulenten Herrn im Alter von 30 bis 45 Jahren; eine sehr große (über 1,80 Meter) schlanke Dame im Alter von 20 bis 35 Jahren; sportliche, athletische Herren im Alter von 20 bis 40 Jahren, die Handwerker und Priesteranwärter darstellen werden.“ Bewerben kann man sich bis 16. Mai bei Ulrike Aberle unter statisterie@ gaertnerplatztheater.de.

Peter Handke hat am Wochenende Serbien und die bosnische Serbenrepublik besucht. Während seiner ersten Reise in die Region seit der Zuerkennung des Literaturnobelpreises 2019 nahm er hohe Orden entgegen. Nach Ansicht von Kritikern bagatellisierte oder leugnete er die von Serben begangenen Kriegsverbrechen. In Banja Luka bekam er den Orden der Republika Srpska. In Visegrad ehrte ihn der Filmregisseur Emir Kusturica mit dem Großen Ivo-Andric-Preis. Am Sonntag erhielt Handke in Belgrad von Präsident Aleksandar Vucic den Karadjordje-Orden. In Sarajevo reagierte man mit Ablehnung und Bestürzung auf Handkes Fahrt durch die serbischen Lande.

Das Berliner Theatertreffen will alle zehn ausgewählten Inszenierungen online zeigen. Das Bühnenfestival muss wegen der Pandemie erneut im Internet stattfinden. Es wird am Donnerstagabend mit der Inszenierung „Einfach das Ende der Welt“ von Christopher Rüping und dem Schauspielhaus Zürich eröffnet. „Es ist uns gelungen, dass wir alle zehn der eingeladenen Inszenierungen auch digital präsentieren können“, sagte Theatertreffen-Leiterin Yvonne Büdenhölzer. „Fünf Arbeiten werden als Live-Streams präsentiert“, so Büdenhölzer. Fünf Inszenierungen sollen als vorproduzierte Arbeiten gezeigt werden. Der Fernsehsender 3sat zeigt mehrere Produktionen. Geplant sind auch ein digitaler Stückemarkt und Gesprächsrunden.

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