Natürlich lässt sich trefflich lamentieren über das Leid, das diese vermaledeite Pandemie über die Welt gebracht hat. Es geht aber auch anders, wie der gute Reverend Peyton und die kleinste Big Band der Welt auf ihrem zehnten Album vorführen. Der bärtige Country-Blueser erlaubt sich, in Herrgotts Namen darauf aufmerksam zu machen, dass man in finsteren Zeiten den Blick auf das Licht der Hoffnung richten darf. Aus diesem Gedanken formt er elf Tanznummern für schlechte Zeiten, die zwar dunkle Themen wie Geldnot oder Einsamkeit verarbeiten, aber durch die Rhythmusbetonte und alles andere als fade Darreichungsform zwischen Delta-Blues und Punkrock erhebende Wirkung entfalten. Bewährt virtuos prügelt er simultan Bass-Linien, Harmonien und eine Lead-Melodie aus seinen Resonatorgitarren, die er zur richtigen Zeit an einen übersteuerten Verstärker hängt und dazu seine zweiköpfige Rhythmusgruppe von der Leine lässt. cu