Iris Hanika hat den Preis der Leipziger Buchmesse gewonnen. Die 58-Jährige wurde am Freitag für ihren Roman „Echos Kammern“ geehrt. In der Kategorie Sachbuch ging der Preis an die Ethnologin Heike Behrend für „Menschwerdung eines Affen. Eine Autobiografie der ethnografischen Forschung“. Den Übersetzer-Preis erhielt Timea Tankó für die Übertragung von „Apropos Casanova. Das Brevier des Heiligen Orpheus“ aus dem Ungarischen. Das Buch von Miklós Szentkuthy stammt aus dem Jahr 1939. Der Preis der Leipziger Buchmesse zählt zu den wichtigsten Literaturauszeichnungen in Deutschland. Er ist mit insgesamt 60 000 Euro dotiert. Für den Sieg gibt es in jeder Kategorie 15 000 Euro, die Nominierten in jeder Sparte erhalten je 1000 Euro.
Zu Ehren der Hollywood-Diva Judy Garland (1922-1969) will Popsänger Rufus Wainwright ein Konzert mit ihren Liedern aufführen – als einzige Zuschauerin soll Renée Zellweger im Saal sein. Am 10. Juni, dem Tag, an dem Garland 99 Jahre alt geworden wäre, können allerdings Menschen auf der ganzen Welt das Konzert „Rufus does Judy at Capitol Studios“ im Internet sehen. Der 47-Jährige gilt als einer der herausragenden Sänger und Songschreiber seiner Generation. Als Zuschauerin in Los Angeles ist nur die 52-jährige Zellweger dabei, die für ihre Garland-Darstellung im Film „Judy“ voriges Jahr den Oscar als beste Hauptdarstellerin erhielt.
Das renommierteste Förderprojekt für den Musik-Nachwuchs in Deutschland, „Jugend musiziert“, hat seine Digital-Premiere erfolgreich abgeschlossen. 140 Juroren beurteilten 1730 Videos der Kategorien Solo und Duo von 2250 Jugendlichen und Kindern. „Mit der Durchführung von ,Jugend musiziert‘ haben wir gemeinsam ein starkes Lebenszeichen für die Musik und deren Bedeutung gesetzt“, sagte der Vorsitzende des Beirats der Gesamtjury, Ulrich Rademacher. Insgesamt wurden 437 erste Preise, 652 zweite und 599 dritte Preise vergeben.
Ein großes Star-Aufgebot ist auf dem Album „Exodus“ des verstorbenen US-Rappers DMX zu hören. Neben den Hip-Hop-Größen Jay-Z, Snoop Dog und Nas sind Sängerin Alicia Keys und U2-Frontmann Bono mit von der Partie. Produzent Swizz Beatz sagte: „X konnte es kaum erwarten, dass er zeigen durfte, wie sehr er jede einzelne Person wertschätzte, die ihn bedingungslos unterstützt hat.“ Nach einem Herzanfall und tagelanger künstlicher Beatmung war der gebürtige Earl Simmons am 9. April mit 50 Jahren in New York gestorben. Sein Tod hatte für große Trauer gesorgt (wir berichteten). Der Rapper, der mit Hits wie „Party up“, „Ruff Ryders’ Anthem“ und „X gon’ give it to Ya“ bekannt wurde, hatte auch in Filmen mitgespielt, etwa „Romeo must die“.