Coverversionen sind eine Kunst. Idealerweise machen sie aus dem Original etwas ganz Neues – man denke an den Geniestreich „(I can’t get no) Satisfaction“ von Devo. Oder sie klingen haargenau wie das Original und sind doch genauso erfolgreich – etwa Carole Kings „You’ve got a Friend“, das 1971 in ihrer eigenen und in der Coverversion von James Taylor die US-Charts anführte. Bei Chris Cornell liegt der Fall noch etwas anders. Denn der vormalige Sänger der Grunge-Helden Soundgarden ist vor vier Jahren gestorben, ein postumes Album mit Coverversionen folglich doppelt nostalgisch: Seine mächtige Rock-Stimme singt Ungewöhnliches wie „Nothing compares 2 U“ von Prince oder „Jump into the Fire“ von Harry Nilsson. Auch wenn hier nichts komplett neu klingt und nicht alles gleich gelungen ist: Der Titel „No One sings like You anymore“ passt schon. lö