„Die Seelen, sie bleiben dir an den Händen kleben, sie verstopfen alles, und dann kommst du nach Hause und machst Sachen.“ Cris entschuldigt die Gewalt nicht, die in seiner Heimat Guatemala den Alltag beherrscht. Aber er erklärt Yona, was Krieg und Elend aus den Menschen machen. Die Autorin Nastasja Penzar hat in Guatemala gelebt und weiß, wovon sie schreibt: Sie schickt ihre Titelheldin Yona, die mit ihrem Vater in Deutschland aufwuchs, nach dessen Tod allein nach Südamerika, um nach den Spuren ihrer früh verstorbenen Mutter zu suchen. Nur mit der Kontaktadresse ihrer Tante bewaffnet wird Yona konfrontiert mit all der Brutalität dort, der Schwüle und Angst und ihrer tragischen Familiengeschichte. Bedrückend beeindruckend. mbl