CD Ab in den Urlaub

von Redaktion

Hörenswert ((((;

Es beginnt mit sphärischen Klängen, die dann schnell Rhythmus aufnehmen. Salvador Sobral singt auf seinem neuen Jazz-Album so gefühlvoll, wie man ihn noch von seinem Auftritt beim Eurovision Song Contest kennt, als er 2017 mit dem Lied „Amar pelois dois“ den Sieg für Portugal holte. Den Albumtitel „bpm“ (kurz für „beats per minute“, also Schläge pro Minute) wählte der Künstler in Anlehnung an seine Herztransplantation. Die könnte wohl auch Grund dafür sein, dass „bpm“ hell, fast lichtdurchflutet und trotzdem melancholisch klingt. Die Lieder – in englischer, spanischer und portugiesischer Sprache – greifen melodisch ineinander und haben dabei etwas Chansonartiges. An manchen Stellen malt Sobral allerdings einen Tick zu kitschig. Das verzeiht man der französisch anmutenden Platte jedoch sofort wieder, denn beim Hören dieser zarten, manchmal aber auch rockigen Jazz-Musik muss man unweigerlich an eine sonnige Cabrio-Fahrt in Richtung Sommerurlaub denken (siehe Interview Seite 19).  cp

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