Natürlich fällt uns in Deutschland vor allem „Alois Nebel“ ein, wenn es um den tschechischen Comic der Gegenwart geht. Die Trilogie über den Fahrdienstleiter am Bahnhof in Bíl´y Potok von Autor Jaroslav Rudiš und Zeichner Jaromír Švejdík ist 2012 auf Deutsch erschienen – und hat auch Menschen begeistert, die kaum Graphic Novels lesen. Klar, dass Arbeiten von „Jaromír 99“, wie sich der Künstler nennt, im Tschechischen Zentrum in München zu sehen sind. „Hier und jetzt“ heißt die übersichtlich kuratierte, informative Schau, die zehn künstlerische Positionen des zeitgenössischen tschechischen Comics vorstellt. Der ist vor allem weiblich geprägt – und von großer Vielseitigkeit. Bleibt zu hoffen, dass sich Verleger finden, die den Mut haben, all die tollen Geschichten übersetzen zu lassen. (Bis 18. Juni, Prinzregentenstraße 7; Eintritt frei.) leic