Münchner Opernfestspiele ohne „Oper für alle“ sind nicht denkbar. Heuer gibt es drei spektakuläre Programmpunkte – und einen Zusatztag: Am 17. Juli 2021 dirigiert der frühere Generalmusikdirektor Zubin Mehta eine konzertante Aufführung von Verdis „Aida“ auf dem Max-Joseph-Platz. Die Titelrolle singt Krassimira Stoyanova, den Radames übernimmt Fabio Sartori. Am 30. Juli 2021 wird das Sonderkonzert „Der wendende Punkt (siehe „Weltstars sagen Servus“) live auf den Marstallplatz übertragen. Am 31. Juli 2021, dem letzten Tag der Festspiele und zugleich letzten Tag der Intendanz von Nikolaus Bachler, wird „Tristan und Isolde“ von der Bühne des Nationaltheaters auf den Max-Joseph-Platz übertragen. Über die eventuelle Auflagen und die zugelassene Besucherzahl wird die Staatsoper noch informieren.
Eine solche Weltstar-Dichte an einem Abend hat die Bayerische Staatsoper lange nicht mehr erlebt. Am 30. Juli 2021 gibt es ein Sonderkonzert unter dem Saisontitel „Der wendende Punkt“. Anlass ist der Abschied von Nikolaus Bachler. Es dirigieren Ivor Bolton, Constantinos Carydis, Asher Fisch, Kent Nagano und Kirill Petrenko. Es singen etwa Christian Gerhaher, Anja Harteros, Anja Kampe, Jonas Kaufmann, Anna Netrebko, Nina Stemme und Bryn Terfel. Naturgemäß ist der Abend ausverkauft. Er wird aber live auf den Marstallplatz übertragen (siehe oben); einen Livestream gibt es zudem unter www.staatsoper.tv.
Welch Karrierebeschleuniger das Opernstudio sein kann, zeigt sich am 23. Juli 2021 im Nationaltheater. Dort treten Ex-Mitglieder auf, die inzwischen international gefragt sind, etwa Angela Brower, Tara Erraught, Hanna-Elisabeth Müller, Golda Schultz und Tareq Nazmi. Bereits am 9. Juli 2021 singen im Cuvilliéstheater die aktuellen Mitglieder des Opernstudios.
Fünf Liederabende wurden angesetzt. Am 3. Juli wird Matthew Polenzani von Pianist Julius Drake begleitet, am 20. Juli Ludovic Tézier von Helmut Deutsch und am 21. Juli Sonya Yoncheva von Malcolm Martineau. Erwin Schrott führt am 25. Juli „Tango Diablo“ vor. Christian Gerhaher ist am 26. Juli mit Dauer-Klavierpartner Gerold Huber zu erleben. Fast alle Konzerte finden im Prinzregententheater statt, für den Gerhaher-Abend wurde das Nationaltheater reserviert.
Heuer ist das knifflig, da die Bestimmungen nachwievor bekanntlich der Corona-Lage angepasst werden müssen. Am sichersten ist immer: Man schaut auf die Webseite des Hauses unter staatsoper.de.