IN KÜRZE

Nava Ebrahimi erhält den Bachmann-Preis Marvin-Gaye-Film nimmt Fahrt auf

von Redaktion

Der mit 25 000 Euro dotierte Bachmann-Preis für deutschsprachige Literatur geht an die im Iran geborene, in Deutschland aufgewachsene und in Österreich lebende Schriftstellerin Nava Ebrahimi (Foto: Katrin Ohlendorf). Sie sei eine der spannendsten Stimmen der Gegenwartsliteratur, begründete gestern die Jury ihre Entscheidung. Der komplizierte Text „Der Cousin“ über die Fluchtgeschichte eines schwulen Tänzers behandle auch eine der aktuellen Kernfragen, nämlich, wie viel Show brauche es, damit bestimmte Botschaften überhaupt noch wahrgenommen würden. Der von der Stadt Klagenfurt verliehene Preis erinnert an die österreichische Schriftstellerin Ingeborg Bachmann (1926-1973). 14 Autorinnen und Autoren haben an dem Wettlesen teilgenommen. Bei den 45. Tagen der deutschsprachigen Literatur wurden zudem diese Auszeichnungen vergeben: Der Deutschlandfunk-Preis (12 500 Euro) ging an Dana Vowinckel; Necati Öziri freute sich über den Kelag-Preis (10 000 Euro) und über den Publikumspreis (7000 Euro); der mit 7500 Euro dotierte 3sat-Preis wurde Timon Karl Kaleyta überreicht.

Seit Jahren gibt es in Hollywood Pläne für einen Film über den Soulsänger Marvin Gaye (1939-1984). Nun nimmt sich das Studio Warner Bros. zusammen mit dem US-Rapper Dr. Dre als Produzent der Sache an. Regie von „What’s going on“ übernimmt Allen Hughes. Die Nachlassverwaltung des Sängers habe zugestimmt, dass seine Songs im Film verwendet werden. Wer den Künstler spielt, ist noch offen.

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