IN KÜRZE

Künstler sagen wegen Corona ab Umbesetzung bei Opernfestspielen 40 000 Besucher bei Musikfestival

von Redaktion

Immer mehr Künstlerinnen und Künstler müssen wegen der Corona-Quarantänebestimmungen ihre Teilnahme bei den Sommerfestspielen absagen. So ist zum Beispiel der britische Travestiekünstler Le Gateau Chocolat nicht mehr im „Tannhäuser“ bei den Bayreuther Festspielen dabei – obwohl er eine tragende Rolle spielt. Als die Proben dort begannen, war Großbritannien Hochrisikogebiet mit entsprechenden Einreisebeschränkungen, teilten die Festspiele mit. Eine ausreichende Teilnahme an Proben sei dadurch unmöglich geworden. Mit ähnlichen Problemen sind auch die Salzburger Festspiele konfrontiert. Dort mussten das City of Birmingham Symphony Orchestra und sein Chor die Teilnahme am Eröffnungskonzert am 18. Juli absagen. Brittens monumentales „War Requiem“ wird nun vom Gustav Mahler Jugendorchester, dem ORF Radio-Symphonieorchester Wien und dem Wiener Singverein bestritten. Dirigentin bleibt Mirga Gražinyte-Tyla. Die britische Vokalformation The Tallis Scholars werfen wegen der Quarantänepflicht in Salzburg ebenfalls das Handtuch, für sie springt das Ensemble Cinquecento ein Mittlerweile wird beim dortigen Festival auch diskutiert, ob das russische Orchester MusicAeterna unter Teodor Currentzis teilnehmen kann. Eine Absage hätte einschneidende Folgen: Das Ensemble wurde für mehrere Konzerte sowie den neuen „Don Giovanni“ engagiert.  th

In der konzertanten Aufführung von Verdis „Aida“ am 17. Juli bei den Münchner Opernfestspielen übernimmt Judit Kutasi die Amneris von Anita Rachvelishvili. Der Abend findet im Rahmen von „Oper für alle“ auf dem Max-Joseph-Platz statt. Am 25. und 28. Juli ist Wolfgang Koch als Jochanaan in der „Salome“ von Strauss zu erleben. Er übernimmt die Partie von Iain Paterson.

Das Exit-Festival in der serbischen Stadt Novi Sad hat am Wochenende junge Menschen aus ganz Europa begeistert. Wie die Veranstalter mitteilten, zogen seit Donnerstag über 40 000 Besucher pro Nacht auf die Festung Petrovaradin über der Donau, den stimmungsvollen Schauplatz. Die Fans genossen ein Star-Aufgebot an DJs. So trat am Freitag der deutsche Liveact-Musiker Paul Kalkbrenner auf. Die russische DJane Nina Kraviz verspätete sich um zwei Tage und begeisterte das Publikum in der Nacht zum Sonntag. Das Festival ging am Sonntag zu Ende. Wegen der Pandemie hatten die Veranstalter Sicherheitsvorkehrungen getroffen. Die Besucher mussten nachweisen, dass sie geimpft, negativ getestet oder genesen sind.

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