Feuer & Eis: „Das Milliarden Dollar Gehirn“ (1967, nun auf Blu-ray mit mitunter etwas flauem Bild) inszeniert den Kalten Krieg als Konfrontation der Elemente. Sowjetische Satellitenstaaten als Schneewüste, die USA als faschistoides Inferno. Wo der texanische General Midwinter (Ed Begley) mittels Supercomputer in Litauen Revolution auslösen will. Mittendrin als britischer Spion, der in die Kälte geht, Harry Palmer (Michael Caine). Der dritte Auftritt der Figur war am Ende ihrer Leinwandlaufbahn: Die einzige Auftragsarbeit Ken Russells, wildes Genie britischen Kinos („Tommy“), war und ist nichts für Leute, die kohärente, konventionelle Agenten-Thriller à la „Ipcress“ suchen. Dieser Film beginnt als Demontage von Bond & Co., steigert sich zu halluzinatorischem, von Schostakowitsch angepeitschtem Eissee-Finale, inspiriert von Eisenstein. wil