Über Usbekistan und Kanada ist eine im Zweiten Weltkrieg verlorene Grafik von Albrecht Dürer in die Kunsthalle Bremen zurückgekehrt. Der Kupferstich „Das große Pferd“ von 1505 wird in der Sonderausstellung „Hauptsache Dürer? Die Sammlung Klugkist“ gezeigt, die von heute an in Bremen zu sehen ist. Das Dürer-Werk habe ein Soldat aus der zentralasiatischen Republik Usbekistan mitgenommen und es später nach Kanada verschenkt, sagte Kustodin Christine Demele. Dre kanadische Besitzer habe „Das große Pferd“ in diesem Frühjahr an die Kunsthalle zurückgegeben.
Der Liechtensteiner Schriftsteller Benjamin Quaderer erhält den mit 5000 Euro dotierten Uwe-Johnson-Förderpreis 2021 für literarische Debüts. Die Auszeichnung werde ihm für seinen Roman „Für immer die Alpen“, der im Luchterhand Verlag erschienen ist, verliehen, teilte die Mecklenburgische Literaturgesellschaft mit. Der Preis wird am 24. September in Neubrandenburg verliehen. Der Förderpreis würdigt herausragende literarische Debüts, in denen sich Anknüpfungspunkte zur Poetik Uwe Johnsons (1934-1984) finden und „deren Blickwinkel unbestechlich und jenseits ,einfacher Wahrheiten‘ auf die deutsche Geschichte, Gegenwart und Zukunft gerichtet ist“.
Das bundesweite Verzeichnis des Immateriellen Kulturerbes listet kulturelle Traditionen und Ausdrucksformen auf, die praktiziert und über Generationen weitergegeben werden. Heuer veröffentlichte die Kultusministerkonferenz 20 Neueinträge. Darunter sind etwa die Karpfenteichwirtschaft in Bayern, die Marktredwitzer Krippenkultur sowie die Deutsche Gebärdensprache. Das deutsche Verzeichnis wird in einem mehrstufigen Verfahren von der Deutschen Unesco-Kommission und verschiedenen deutschen staatlichen Akteuren erstellt. Die Aufnahme ins nationale Verzeichnis ist Voraussetzung dafür, an die Unesco weitergemeldet zu werden und auf eine internationale Liste zu kommen.
Die Golden Gate Bridge, San Franciscos Wahrzeichen, macht jetzt auch als riesiges Musikinstrument Schlagzeilen. „Es ist das größte Windinstrument der Welt“, sagt der US-Gitarrist Nate Mercereau, der vier „Duette“ mit der berühmten Brücke veröffentlichte. Ein neues Handgeländer an der 84 Jahre alten Konstruktion entlockt dem Bauwerk bei starkem Wind ungewöhnliche Töne. Entnervte Anwohner und einige Brückennutzer klagen dagegen über ein „summendes Geräusch“, „gespenstische Töne“ und „Sirenengeheul“. Mercereau wollte dieses Dröhnen in etwas „Einzigartiges und Schönes“ verwandeln. Er würde verschiedene Noten heraushören und je nach Windstärke regelrecht die Vibration der Brückentöne spüren.