CD Eine Mordswut

von Redaktion

Hörenswert ((((;

Ein Leisetreter des Blues ist Danny Bryant schon mal grundsätzlich nicht. Was nicht heißen soll, dass sein satt verzerrter Bluesrock kein Gefühl hätte, im Gegenteil. Aber das vorherrschende Gefühl, das auch seiner neuen Platte ihren Titel gab, ist eben eine Mordswut. Wie schön, dass der Brite über Stimme und Spielweise verfügt, sie sich so von der Seele zu schaffen, dass man sie nachvollziehen kann. Beinahe unnötig zu erwähnen, dass die derart vertonten Gefühlswallungen maßgeblich mit den Auswirkungen der Pandemie zu tun haben. So treibt Bryant seine Band durch aufgeheizte Songs, senkt aber zur richtigen Zeit wieder den Hitzepegel, um mit klassischem, traditionellem Blues und auch einer akustischen Nummer verletzliche Momente zu vertonen. Nicht zuletzt diese dynamischen Variationen und die Tatsache, dass Bryant seinen Mitmusikern viele Soli einräumt, macht das Album zu einer kurzweiligen Angelegenheit.  cu

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