BUCH Problematisches Frühwerk

von Redaktion

Annehmbar (((;;

Algerien 1942. Eine in Bedrängnis geratene deutsche Besatzung, französische Vichy-Anhänger, Frankreichs skandalumwitterte Nordafrika-Armee und die Landung der amerikanischen Truppen. Ein Sammelplatz für Nazis, Opportunisten, Karrieristen, Idealisten. Und eine schöne Frau, Marguerite Fresneau. Mitten im Krieg ist sie das Objekt der Begierde des strammen Generalstabsoffiziers der Wehrmacht, Ludwig von Liszt, des deutschen Emigranten in US-Uniform, Leutnant Bert Wolff, des doppelzüngigen Generals Monaître und des Spions für alle Fälle, Jerez. „Flammender Frieden“, ein früher, auf Englisch verfasster Roman von Stefan Heym (1913-2001), 1944 in den USA erschienen, erzählt spannungsreich, wie gemacht für einen Film der Fünfzigerjahre, von Tätern, Helden und Opfern, von Gefechten und Nahkämpfen, Verhören, Mord, Gier und Intrigen. Und das in großem, überbordendem Stil. Aber: Abscheu und dennoch insgeheim Bewunderung für den gewieften Naziverbrecher sowie Mitleid für den deutsch-amerikanischen Leutnant – das ist das Problem dieses Frühwerks. 20 Jahre nach Heyms Tod ist es nun erstmals auf Deutsch erschienen.  ltz

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