Der britische Filmemacher Isaac Julien erhält den Kaiserring der Stadt Goslar. „Er reißt Barrieren zwischen verschiedenen künstlerischen Disziplinen nieder“, hieß es in einer Mitteilung der Stadt zur Begründung. Die undotierte Auszeichnung zählt zu den weltweit renommiertesten Preisen für moderne Kunst. Die Jury hob auch Juliens breites Themenspektrum hervor. Der 61-jährige Künstler befasse sich mit wichtigen aktuellen gesellschaftlichen Themen wie Rassismus, Migration und Diversität. Der Filmemacher wird den Kaiserring voraussichtlich am 8. Oktober in Goslar entgegennehmen. Julien („Looking for Langston“) wurde in London geboren, wo er auch heute hauptsächlich lebt. Er produziert Kino- und Fernsehfilme sowie Werke für Kunstmuseen und Galerien.
Anna Bernreitner erhält heuer den mit 7500 Euro dotierten Götz-Friedrich-Preis für junge Opernregisseure und -regisseurinnen. Die 35-jährige Österreicherin wird für ihre Inszenierung von Wolfgang Rihms „Proserpina“ an der Neuen Oper Wien ausgezeichnet, die im vergangenen Oktober Premiere hatte. Damit habe sie „dem Publikum ein nicht einfaches Stück zeitgenössischer Oper durch eine originelle und überraschende Bühnensituation und eine virtuose Personenführung nahegebracht“. Der Sonderpreis des Opernhauses Zürich in Höhe von 2500 Euro geht an den 24-jährigen Maximilian Berling, der im Studio des Münchner Gärtnerplatztheaters Gian Carlo Menottis „Das Medium“ zu einem „mitreißenden Theaterereignis“ gemacht habe. Die Preisverleihung ist für den 21. Februar vorgesehen.
Die französische Abteilung des US-Musikverlags Warner Chappell Music verwaltet künftig das Werk des berühmten belgischen Chanson-Sängers Jacques Brel. „Es ist eines der prestigereichsten französischen Songrepertoires, das Warner Chappell Music weltweit vertreten darf“, zitiert das Unternehmen seinen Geschäftsführer Matthieu Tessier. Ausgenommen von dem Abkommen sei jedoch die Vermarktung in Belgien. Die Tochter des Sängers, France Brel, betonte im Sender France Info, dass die Musikrechte nicht verkauft worden seien. Dies stehe außer Frage. Warner Chappell Music war bereits an der Verwaltung von 16 Stücken Brels beteiligt. Nun kämen mehr als 100 weitere hinzu, sagte France Brel. Die Anfragen etwa zu Übersetzungen und Nutzungen hätten in letzter Zeit zugenommen. Brel wurde 1929 bei Brüssel geboren und starb 1978 im französischen Bobigny.