Paris feiert einen Winzling

von Redaktion

Manuskript des „Kleinen Prinzen“ erstmals in einer Ausstellung in Europa zu sehen

VON SABINE GLAUBITZ

„Der kleine Prinz“ von Antoine de Saint-Exupéry (1900-1944) gehört weltweit zu den meistverkauften Büchern. Nun wird das in New York aufbewahrte Manuskript des Dauerbrenners der Weltliteratur erstmals in Europa in der Ausstellung „A la rencontre du Petit Prince“ (Begegnung mit dem Kleinen Prinzen) in Paris zu sehen sein – zusammen mit 600 Exponaten, darunter Aquarelle, Skizzen, Zeichnungen und Fotografien. Von den 141 Seiten werden 35 präsentiert. Die Werkschau findet im Museum für dekorative Künste (Musée des Arts Décoratifs) vom 17. Februar bis 26. Juni statt.

Der im französischen Lyon geborene Schriftsteller und Pilot hat das Buch 1942 in New York und auf Long Island geschrieben, wo er während des Zweiten Weltkriegs im Exil war. Seitdem soll das Manuskript Amerika nicht mehr verlassen haben. Es sei ihr größter Schatz, wie der Direktor der Bibliothek Morgan Library & Museum in New York, Colin B. Bailey, dem Radiosender France Info sagte.

Diese märchenhafte Geschichte des blonden Winzlings war das letzte Werk von Saint-Exupéry. Er kam am 31. Juli 1944 im Alter von 44 Jahren bei einem Flugzeugunglück ums Leben. Teile der Maschine wurden erst viele Jahre später im Meer in der Nähe der Île de Riou südlich von Marseille entdeckt. Das Buch wurde erstmals am 6. April 1943 in New York veröffentlicht, drei Jahre später in Frankreich. Mit über 200 Millionen verkauften Exemplaren ist es das meistübersetzte und meist gelesene Werk der französischen Literatur.

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