BUCH Spannend

von Redaktion

Hervorragend (((((

Vom armen Tiroler Bergbauernbuben zum geadelten Münchner Künstlerfürsten – was wie ein Gründerzeit-Märchen klingt, war im Fall Franz von Defreggers (1835-1921) biografische Realität. Trotzdem blieb der Maler uriger Bauernszenen so bescheiden, dass er von Freunden bedrängt werden musste, seine Erinnerungen aufzuschreiben. Die autobiografische Skizze, die dabei rauskam, umfasst nur 42 Typoskript-Seiten und fasziniert, gerade weil der meisterhafte Maler eben kein meisterhafter Schriftsteller ist: Ganz unbekümmert driftet er ins „Nebensächliche“ ab und berichtet etwa, wie er beim Genuss einer „Lohengrin“-Aufführung durch zu enge Schuhe beeinträchtigt war. Jetzt liegen Defreggers Lebenserinnerungen erstmals kenntnisreich kommentiert in Buchform vor. Amüsante Lektüre und kulturhistorischer Schatz in einem.  aa

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