Wenn sich eine Rockband The Record Company nennt und im Titel einen wenig subtilen Anwendungshinweis für das Album gibt, dann sei auch zur Vinyl-Version gegriffen – und aufgedreht. Wenn jetzt noch zu lesen ist, dass das kalifornische Trio eine stilsichere Auswahl an Vorbildern von John Lee Hooker bis zu den Stooges hat, wächst eine gewaltige Erwartung. Die in dieser Form leider nicht erfüllt wird. Zwar ist der Doppel-LP ein hohes Maß an Blues-Wissen, Rock-Attitüde und Talent für zeitgemäßes, eingängiges Songwriting anzuhören, aber irgendwie kommt sie nicht in die Gänge. Vor allem nicht im Vergleich zum gefeierten Debüt von 2018. Vielleicht liegt es am Sound, den der Produzent Dave Sardy (Oasis) dem Album gab: zu viel Britpop-Glanz, Stadionrock-Gloria und Background-Chor-Seligkeit, da, wo es eigentlich roh rocken sollte. cu