Das Erschreckende an dem Roman „Q“ der US-Autorin Christina Dalcher ist seine Plausibilität. Ihre Zukunftsvision, so düster sie sein mag, scheint nicht weit entfernt. Ein Bewertungssystem unterteilt die Gesellschaft in Gruppen. Wer einmal aufgrund von Bildungs- und Einkommensniveau der Eltern, Intelligenzquotient und eigenen Leistungen eingeordnet wurde, kommt nie mehr aus diesem Kastendenken heraus. Schon bei den Kleinsten beginnt eine monatliche Selektion. Die besteht die neunjährige Tochter der Lehrerin Elena eines Tages nicht mehr. Ein Wettlauf gegen das System beginnt, den Dalcher sehr spannend, fast filmreif erzählt. Dabei kommen die Hintergründe und logischen Zusammenhänge manchmal etwas kurz. Wie und woraus sich dieses Denken entwickelt hat, streift die Autorin nur. ulf