Sarah Shook fackelt nicht lang. Leere Versprechungen seien auch nur dreckige Lügen, lässt sie ihr Gegenüber gleich zu Beginn der ersten Nummer wissen. Ähnlich deutlich beschreibt sie in „Somebody else“ eine dysfunktionale Beziehung und spannt den Bogen bis zum Trennungslied „Please be a Stranger“, in dem sie zur heulenden Pedal Steel (wenn auch mit viel Ironie) Gemeinsames beendet. Das, was Shook und ihre Band – zu der Eric Peterson (Gitarre), Aaron Oliva (Bass), Jack Foster (Schlagzeug) und Adam Kurtz (Pedal Steel) gehören – auf ihrem dritten Album treiben, ist handfester Americana-Rock. Er illustriert die nach bewährten Country-Regeln gestrickten, sehr ehrlichen Songs mit bühnentauglicher Verve. Grammy-Produzent Pete Anderson gab allem aber einen vielschichtigen Klang, in dem sich auch Sprengsel aus Punkrock, Fifties- Country, Alternative-Rock und, leider, Pop finden. cu