Fast auf den Tag genau zwei Jahre nach dem Vorgänger „All for Money“ legt diese etwas andere Bluegrass-Band ein neues Album vor. Genauer gesagt handelt es sich um ein Doppelalbum, das in seiner Vinyl-Inkarnation qualitativ hochwertig aufgemacht ist. Passend zur Musik. Die Stress-Träume der modernen Bluegrass-Truppe erweisen sich – entgegen der Inhalte – als sehr angenehm. Musikalisch geht’s viel erdiger zu als auf dem Vorgänger, auch die Produktion fällt um einiges trockener aus. Dennoch hat man es mit einer Spielart atmosphärischer Americana zu tun, wie sie von den Avett Brothers, von Dawes oder Nickel Creek gepflegt wird – eingespielt mit dem Instrumentarium einer traditionellen Bluegrass-Kapelle eben. Dieser Weiterentwicklung eines angeblich rückwärtsgewandten Genres können sich nur hartgesottene Traditionalisten verschließen. cu