Der Begriff der „Ecclesia militans“, der streitenden Kirche, auf die Spitze getrieben: Die vatikanische Exorzisten-Elitetruppe in „Demonic“ trägt kugelsichere Weste statt Kollar und ihre Kruzifixe auf Sturmgewehren. Leider erlebt man sie nie im Einsatz – der Film bleibt eher Kammerspiel über die Begegnung einer Frau (Carly Pope bemüht sich, den plumpen Dialogen Persönlichkeit zu geben) mit ihrer entfremdeten, dämonenbesessenen Mutter in einer Neurotechnik-Simulation. Das Problem sind nicht versprengte, glorreich absurde „Wie bitte?!“-Details. Sondern der ganze konventionelle, dröge Rest. Neill Blomkamp schaffte es nach „District 9“ von Südafrika zum Hollywood-Blockbuster. Er liefert jedoch (hier in kanadischer Eigenproduktion) weiter nur Effekt-Demonstrationen mit hübschen, aber erzählerisch verschenkten Grundideen. wil